Hornhaut | Service & Beratung

Grundlagen

Anatomie/Physiologie

Anatomie/Physiologie

Das Auge hat die Form einer Hohlkugel, die nach vorn ein uhrglasähnliches klares Fenster, die Hornhaut, aufweist. Durch Hornhaut und Linse wird das einfallende Licht so gebrochen, dass im Normalfall ein scharfes Bild auf der Netzhaut entsteht. Da sich die Pupille (zentrales Loch in der Iris) den Helligkeitsverhältnissen für ein scharfes Netzhautbild anpasst, liegt der Vergleich mit einem klassischen Fotoapparat nahe.

Der Hornhaut kommt dabei eine zentrale Bedeutung zu. Für eine glatte Oberfläche, klares Gewebe und regelmäßige Brechkraft sorgt vor allem ein gesunder Tränenfilm, realisiert durch eine Vielzahl von Regelmechanismen in Lid, Bindehaut und Hornhaut.

Diagnostik

Spaltlampe

Spaltlampe

Die Spaltlampe (Spaltlampenmikroskop) ist eines der wichtigsten Untersuchungsgeräte des Augenarztes. Über ein Mikroskop kann der Untersucher mit wechselnder Vergrößerung das Auge betrachten und zwar

  • durch verschiedene Belichtungsarten (diffus, direkt, indirekt, fokal, regredient, usw.)
  • mit verschiedenen Lichtspaltbreiten
  • vom vorderen bis zum hinteren Augenabschnitt, ggf. mit Zusatzoptiken.

 

Behandlung

PTK

PTK - Phototherapeutische Keratektomie

Hauptindikationen:

  • Rezidivierende Hornhauterosien
  • Oberflächliche Hornhautnarben

Mit Laserstrahlen werden nach Entfernen des Epithels oberflächliche Gewebeschichten abgetragen.

C 2.4.1. 1bandförmige Hornhautdystrophie (vor PTK)

C 2.4.1. 2 Hornhauterosio (nach PTK)

Wie erfolgt die Behandlung?

Die PTK wird in örtlicher Betäubung durch Augentropfen durchgeführt. Spritzen sind nicht erforderlich. Zudem erhält der Patient ein leichtes Beruhigungsmittel. Zunächst wird das Hornhautepithel großflächig mechanisch entfernt. Mit dem Laser wird nun unter dem Operationsmikroskop die Hornhautveränderung innerhalb weniger Sekunden berührungsfrei "abgeschliffen" (vgl. Abb. 1). Nach der Laserbehandlung wird eine therapeutische Kontaktlinse als "durchsichtiger" Verband für ca. eine Woche auf das Auge aufgelegt. Der Patient erhält zusätzlich Augentropfen.

Heilungsverlauf

Die Operationswunde heilt unter der Kontaktlinse innerhalb weniger Tage zu. Während dieser Zeit können manchmal z. T. stärkere Schmerzen trotz Verbandslinse auftreten. Das Sehen ist verschwommen. Diese Beschwerden klingen nach einigen Tagen ab.

Danach setzt eine zweite, langsame Heilungsphase ein, die bis zu sechs Monate und länger dauern kann. In den ersten Monaten können leichte Hornhauttrübungen auftreten; das Auge ist dann besonders licht- und blendungsempfindlich. Das Führen eines Kraftfahrzeuges (vor allem im Dunkeln) und/oder die Berufsausübung können dadurch erschwert bzw. unmöglich werden. Eine Behandlung mit kortisonhaltigen Augentropfen kann erforderlich sein.
Diese Operation ist seit dem 1. Oktober 2007 eine Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung. Bis dahin mussten betroffene Patienten die Operationskosten selbst tragen. Nunmehr entstehen dem Patienten keine Kosten, lediglich für eine notwendige Zusatzdiagnostik. Es muss auch kein Antrag an die Krankenkasse mehr gestellt werden.

Wir führen in unserem Haus die PTK seit 2001 mit großem Erfolg durch. Patienten mit rezidivierender Erosio sind danach meist beschwerdefrei. Dadurch bleibt ihnen eine weitere Leidensgeschichte mit Schmerzen, Krankschreibungen, Medikamenten usw. erspart. Bei Augen mit zentralen oberflächigen Hornhauttrübungen ist nach Gewebeabtrag meist ein Anstieg der Sehschärfe zu verzeichnen.

Patienten aus unserer Praxis werden bei auftretenden Beschwerden für eine in Frage kommende Laserbehandlung untersucht und es erfolgt eine Terminvergabe für die Operation. Patienten aus anderen Augenarztpraxen benötigen von ihrem Augenarzt eine Überweisung mit entsprechender Fragestellung. Eine Terminvereinbarung kann zeitnah erfolgen.

Bitte wenden Sie sich bei weiteren Fragen an unser Praxisteam oder die Klinik.

 

Preis/Leistung

Diagnostik

Diagnostik

Für die meisten Krankheitsbilder gibt es eine notwendige Standarddiagnostik. Abhängig vom jeweiligen Befund kommen unter Umständen weitere Untersuchungen hinzu.